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Ranma 1/2
Originaltitel: Ranma ni-bun no ichi
Deutscher Titel: Ranma 1/2
Produktionsland: Japan
Folgenzahl: 161
Staffelzahl: 2
Idee: Rumiko Takahashi
Genre: Comedy
Erstausstrahlung (JP): 15. April 1989 auf Fuji TV
Erstausstrahlung (DE): 11. April 2002 auf RTL2
Handlung
Im Mittelpunkt der Serie steht der 16 jährige Ranma Saotome, ein talentierter Kampfkünstler. Sein Vater, Genma Saotome, verlobte ihn bereits als Kleinkind mit einer der drei Töchter seines Freundes Soun Tendo, um die Fortführung der „Alles-ist-möglich-Kampfschule für Schlägereien aller Art“ zu sichern. Die Handlung startet mit der Ankunft bei den Tendos und der Bekanntgabe der Abmachung. Die Wahl fällt schließlich auf die jüngste Tochter, Akane Tendo. Fortan leben die Saotomes auch bei den Tendos, auf deren Grundstück sich auch besagte Kampfschule befindet. Während zu Beginn die Beziehung zwischen den beiden äußerst angespannt ist und beide die Verlobung ablehnen, stellen sie im Verlauf der Handlung fest, dass sie doch etwas füreinander empfinden. Die Situation wird dadurch erschwert, dass Ranma, sein Vater und andere Charaktere in verwunschene Quellen gefallen sind und seither ein Fluch auf ihnen lastet, der sie bei Berührung mit kaltem Wasser in eine andere Gestalt verwandelt. So verwandelt sich Ranma in ein Mädchen (daher auch der Namenszusatz „1-von-2“) und sein Vater in einen Pandabären, und nur durch heißes Wasser kann der Effekt wieder rückgängig gemacht werden.
Im Verlauf der Handlung treten immer mehr Figuren auf, die eine Beziehung zu Ranma oder Akane haben oder aufbauen wollen, wodurch die beiden ständig in Kämpfe verwickelt werden.
Genre und Stil
Ranma ½ ist geprägt durch skurrile Charaktere, eine Vielzahl von komischen Szenen, die dadurch entstehen, dass sich Ranma in unpassenden Momenten in ein Mädchen verwandelt, schnelle Wechsel von tragischen, ruhigen und komischen Momenten und durch das Spiel mit Erwartungen und „klassischen“ Geschlechterrollen. So ist z.B. Ranma ein typischer Macho, aber Szenen, in denen er seine Männlichkeit betont, werden oft dadurch ins Lächerliche gezogen, dass er mit kaltem Wasser in Berührung kommt. Als Mädchen behält er dann entweder sein Machoverhalten bei oder stellt zur Tarnung seines Alter Egos ein völlig überzogenes mädchenhaftes Verhalten zur Schau.
Häufig werden typische Respektspersonen der Lächerlichkeit preisgegeben, beispielsweise als weinerlicher Vater, kindliche Lehrerin oder Damenunterwäsche sammelnder Kampfsportmeister.
Kampfsport ist ein wesentliches Element in Ranma ½ und wird ebenfalls ausgiebig parodiert. In der Serie gibt es so seltsame Kampfsportarten und -wettbewerbe wie Martial-Arts-Eiskunstlauf, -Gymnastik und -Cheerleading.
Ranma ½ beinhaltet im japanischen Original zudem viele Wortspiele, die sich allerdings kaum übersetzen lassen und somit in der deutschen Fassung meistens fehlen.
Veröffentlichungen
Manga
Ranma ½ erschien in Japan von September 1987 bis Februar 1996 in Einzelkapiteln im Manga-Magazin Shoen-Sunday des Shogakukan-Verlags. Diese Einzelkapitel wurden auch in insgesamt 38 Sammelbänden zusammengefasst. Die Serie erfreute sich großer Beliebtheit in Japan, so wurden schon 1988 von Band fünf innerhalb eines Monats mehr als eine Million Exemplare verkauft. Aufgrund der großen Nachfrage gab es außerdem von April 2002 bis Oktober 2003 eine Neuauflage aller Manga-Bände.
Auf Deutsch ist Ranma ½ von Egmont Manga und Anime (EMA) veröffentlicht worden. Dabei gab es zunächst zwei Fehlversuche: 1996 scheiterte eine Veröffentlichung in Einzelkapiteln in der ersten Fassung des Manga-Magazins Manga Power aufgrund der Einstellung des Heftes, und eine Veröffentlichung im Jahr 1997 nach dem Vorbild von US-Comicalben (auf „westliche“ Leserichtung gespiegelt, vergrößert und mit geringerer Seitenzahl) verschwand nach dem vierten Band vom Markt. Im dritten Anlauf erschien die komplette Serie schließlich von Mai 1999 bis Februar 2003 in originaler Bandaufteilung, aber in gespiegelter Leserichtung und als Übersetzung aus dem Amerikanischen, später aus dem Französischen.
Anime
Der Ranma ½-Anime ist fast komplett dem Manga nachempfunden. Nur gegen Ende unterscheidet sich die Story der Anime-Folgen von der des Mangas.
Ranma ½ wurde als Fersehserie mit insgesamt 161 Episoden umgesetzt und in zwei Staffeln auf dem japanischen Fernsehsender Fuji-TV rahlt. Während die erste Staffel nur vom 15. April 1989 bis zum 16. September 1989 gezeigt wurde und nach der 18. Folge wegen zu geringer Einschaltquoten abgebrochen wurde, lief die zweite Staffel mit weiteren 143 Episoden vom 20. Oktober 1989 bis zum 25. September 1992.
Der deutsche TV-Start der Episoden 1–80 war am 11. April 2002 auf RTL2 , von den übrigen 81 Folgen gibt es keine deutsche Fassung.
Kinofilme
Zwischen 1991 und 1994 entstanden drei Anime-Kinofilme (angegeben ist jeweils der englische Titel):
Big trouble in Nekonron, China, Kinostart in Japan am 2. November 1991, Länge 81 Minuten
Nihao, my concubine, Kinostart in Japan am 1. August 1992, Länge 59 Minuten
One grew over the Kuno’s nest, Kinostart in Japan am 20. August 1994, Länge 31 Minuten
Die beiden ersten Filme erschienen mittlerweile auch in deutsch auf DVD. One grew over Kuno’s Nest wird vielerorts wegen der Länge auch als dreizehnte OVA-Folge bezeichnet. Jedoch lief diese Episode tatsächlich als Double-Feature mit einer anderen Serie als Film in den japanischen Kinos.
Rezeption
Die Fachzeitschrift Funime lobt bei Ranma die vielseiteigeren Charaktere, die im Vergleich zur Vorgängerserie Urusei Yatsura „nicht ganz so beschränkt“ sind.
Die Grafik und Animationen seien nicht bahnbrechend, aber in Ordnung und die Musik erfülle trotz ihrer Einfachheit ihren Zweck. Für Fans des Mangas sei die Serie sehenswert.
Bei den OVAs haben „Zeichnungen und Animationen (...) natürlich gegenüber der TV-Serie etwas zugelegt, genauso wie der Soundtrack.“ Durch die nach einer oder zwei Folgen abgeschlossenen Handlung der OVA würden sich auch Neueinsteiger leicht in die Handlung hineinfinden.















